• Olé olé ist das schee

     

    Tach zusammen!

    Heute mach ich’s mir etwas leicht. Zunächst mal sorry für die längere Abwesenheit aber ich bin ja so busy mit Integrationszeug und Deutsch lernen und so. Jedenfalls hab ich heute morgen etwas in Facebook gelesen, was mich zum lächeln gebracht hat. Ein paar von euch haben sicherlich mitgekriegt, dass letztens mal wieder TV Total Autoball WM war. Giovanni Zarrella ist wieder für Italien aufs Feld und hat heute morgen ein paar Zeilen zum Thema Deutschland, Italien und Fußballturniere auf seiner Facebookseite geschrieben.
     

    Ich hab da genau nichts mehr hinzuzufügen und verweise an dieser Stelle auf den angesprochenen Post:

    Ich finde, was Giovanni schreibt ist sehr wichtig. Die meisten werden denken: „Ja, ok. Und jetzt? Ist doch alles nicht so wild.“ Es ist aber doch wild. Das ist ein ziemlich merkwürdiges Gefühl. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich 2002 kaum in die Schule getraut hab‘ als Italien gegen Südkorea aus der WM geflogen ist. Ok, wir waren noch Kids, aber trotzdem. Wieso muss man sich im Fußball immer gegenseitig ans Schienbein treten? Was soll das? Im Gegezug kann ich mich noch ziemlich gut erinnern, wie ich das Halbfinalspiel 2006 angeschaut hab. An der großen Leinwand in der Schule. Ich war der einzige Italiener. Mit dabei gefühlt die halbe Stufe. Als Italien kurz vor knapp das Spiel entschieden hat, hab‘ ich mich gefreut wie verrückt. Davor hab‘ ich eher stumm vor mich hin geglotzt. Ich bin mit Italienschal und Italientrikot durch die Mensa gerannt und hab‘ gejubelt. Muss ziemlich dämlich ausgesehn haben, weil der Rest still da saß und sich sonst auch nichts bewegt hat. Egal. Ich verlange sicher nicht, dass man sich als Deutscher freuen muss, wenn die Mannschaft ein Spiel verliert und aus dem Turnier fliegt. Aber was ich nicht erwartet hatte war, dass meine so called Schulfreunde stinkig waren, weil ich gejubelt hab. Wie konnte ich denn bitte jetzt spaß haben, wenn doch Deutschland jetzt rausfliegt. Was sie aber nicht kapiert hatten war, dass nur weil ich mich für mich freue das noch lange nicht bedeutet, dass ich schadenfroh bin und ich mich erst recht freue, weil jetzt Deutschland raus ist. Ich hab‘ mich einfach gefreut, egal wer der Gegner war. Das ganze gilt aber auch andersrum. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man als Italiener, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist so dermaßen Anti-Deutschland sein kann – und wenn es nur im Fußball ist. Immer wenn ich die Leute dann darauf anspreche kommt die gleiche Ausrede: Ich mach das nur weil „die Deutschen“ uns Italiener immer aufziehen, sonst hab ich ja garnichts gegen Deutschland.

    Ok. Jeder schiebt es also auf den anderen. Wieso lassen wir es dann nicht einfach alle und gut ist? Lasst doch einfach Fußball Fußball sein und freut und weint für und mit dem anderen.
    Ganz ehrlich, man muss doch nicht für zwei Mannschaften sein (können). Ich persönlich kann das nicht. Ich hab’s mir auch nicht ausgesucht. Wenn Italien spielt, schlägt mein Herz höher. Bei Deutschland etwas weniger. Aber das ist halt im Fußball so. Es gibt auch genug Schwaben, die FC Bayern Fan sind, oder? Lasst einfach jeden für die Mannschaft fiebern, die sein Herz berührt, ohne gehässig, schadenfroh oder absolut asozial zu sein. Beide.
    Am Ende kann eben nur einer Gewinnen. 😉

    Vini

1 Comment

  1. Nicole Saupp via Facebook says: 9. Juni 2014 at 19:16Antworten

    stimmt, hast absolut recht!!!

Antwort an Nicole Saupp via Facebook